Australien: Tiere, Land und Leute
Wie im vorletzten Bericht versprochen gibt es hier noch im Nachschub ein kleines Informationspaket über Australien.
Wir verwenden hier auch einige externe Links die wir nicht beeinflussen können. Falls einer dieser Links nicht mehr funktionieren sollte, gebt uns bitte Bescheid.
Tödliche Gefahren?
Als wir im Freundes- und Bekanntenkreis über unsere Pläne der Australienreise sprachen hörten wir oftmals ‚Oohs‘ und ‚Weehs‘. Warum fahrt ihr in eine so gefährliche Region? Dort wimmelt es doch nur so von wilden gefährlichen und / oder giftigen Tieren. Nicht daß wir unsere Pläne hätten umwerfen wollen; aber das Thema wollte ich dann doch etwas vertiefen. Ich befragte das Internet mit Hilfe der KI um etwas Info zu diesem Thema zu bekommen. Insbesondere wollte ich wissen wie viele Menschen jährlich sterben würden. Man muß dabei bedenken, daß in Australien nur 24 Mio Menschen leben, dazu kommen noch 8–9 Millionen unbedarfte Touristen jährlich ins Land. Australien selber ist 21 mal so groß wie Deutschland, der größte Teil davon praktisch unbewohnbar und total abgelegen.
Deshalb ging ich der Frage nach: Was bringt die meisten Menschen um – den natürlichen Tod oder Krankheiten außen vorgelassen?
Platz 1: Der Verkehr: dort gibt es jährlich ca. 1200 -1600 Verkehrstote. Wir persönlich denken, daß die Überlandstrecken im Outback sehr gefährlich sind. Nicht etwa wegen der querenden Tiere, sondern weil die Strecken derart eintönig und einschläfernd sind. Immer wieder liegen am Straßenrand bzw. auch weiter im Busch Autowracks mit eingedellten Dächern die auf einen Überschlag hindeuten.
Auf Platz 2 der Rangliste stehen die Schlangen mit ca. 2 Toten/a. Dafür, daß in Australien die giftigsten Schlangen der Welt leben, erscheint uns diese Rate doch eher gering.
Auf Platz 3 hat die Qualle mit ca. 1 – 2 Toten/a ihren Platz.
Interessanterweise schaffen die Krokodile es nicht einmal 1 Menschen/a zu töten. Der langjährige Durchschnitt liegt bei unter einer Fatalität/a.
Aber: Durch Bienen- und Wespenstiche gibt es ebenfalls ca. 2 Tote/a. Das ist eine Gefahr, an die man bei Australien nicht sofort denkt.
Dann bleiben noch die vielen giftigen und tödlichen Spinnen: Seit Einführung und Verbreitung des Gegengiftes in den 50-er Jahren und die intensive Verbreitung und Bereitstellung im Land gab es seit 1979 keine Todesfälle mehr.
Die geringe durch diese Tiere verursachte Sterblichkeit liegt sicherlich zum Teil am guten Management in der Natur, also Sperren von Regionen / Gewässern bis man sicher sein kann, daß z.B. die Salties (Kosename für die Salzwasserkrokodile) abgezogen sind oder evakuiert wurden.
Bei den Gifttieren ist es die lückenlose Versorgung mit Gegengiften, die praktisch überall verfügbar sind und in kürzester Zeit per Flugzeug oder Heli schnell genug an die Unfallstelle gebracht werden können. Die Aussies gehen unserer Meinung nach sehr unbedarft mit diesem Thema um. Vielleicht ist es die Gewöhnung oder aber das Wissen, dass die Gefahr gar nicht so groß ist. Man trägt fast überall Badelatschen und die Kinder laufen barfuß durch die Gegend. Wir waren nach unserer ersten Begegnung mit einer Brown Snake (zweitgiftigste Schlange der Welt) etwas vorsichtiger, sind bei Dunkelheit grundsätzlich nur noch mit Taschenlampe unterwegs gewesen und haben kein höherstehendes Gras betreten (Schlafen die Schlangen nicht auch in der Nacht?). Vermutlich haben wir die Gefahren überschätzt.
Wir sahen insgesamt 12 Schlangen , Freunde von uns auf einer ähnlichen Route keine einzige. Unsere Begegnungen: 1 „Eastern Brownsnake“ (Brownie) auf unserem Wanderpfad, 1 Baumschlange, 1 unbekannte im Laub in der Dunkelheit, 3 Schlangen – ziemlich sicher Brownies die sich auf der Straße sonnten und vor uns flohen, 2 sehr flache auf der Straße die nicht mehr in der Lage waren zu fliehen und 4 Pythons auf einem eng begrenzten Gebiet.
Zur Tierwelt allgemein:
Anfangs haben wir praktisch nur tote Kängurus und Kälber am Straßenrand gesehen. Vereinzelt im Norden dann auch mal das eine oder andere kleine Känguru (Wallabies). Erst auf unserer letzten Reiseetappe bekamen wir sowohl Kängurus als auch Emus in größerer Anzahl zu sehen.
Da die ersten Kängurus sehr weit von der Straße entfernt und die Wiesen durch Zäune begrenzt waren, musste meine Fotohummel (klingt doch besser als Drohne) zum Einsatz kommen. Die Reaktion auf das Fluggerät fiel sehr unterschiedlich aus. Meistens waren die Tiere sehr neugierig, einige wenige ergriffen schon bei der Annäherung die Flucht. Dann habe ich meine Fotomanöver sofort abgebrochen.
Im Südwesten kamen die Kängurus auf die Campingplätze und liefen völlig angstfrei zwischen uns hindurch. Offensichtlich sind sie hier an Menschen gewöhnt. Aber die Bilder habt ihr ja schon im letzten Reisebericht gesehen.
Vögel gab es überall in großen Mengen. Da wir bewusst auf die Mitnahme einer langbrennweitigen Kamera verzichtet haben, gibt es nur wenige Fotos von Vögeln. Alle Fotos in unserem Reisebericht stammten vom Handy oder der Hummel.
Kurioses:
Vielleicht könnt ihr euch ja noch daran erinnern, daß wir in Coober Pedy mit George den Sunset-Ausflug gemacht haben. George erklärte uns am „Dog Fence“, dass die Wärter des Zaunes immer wieder Emus oder Kängurus aus dem Zaun entfernen müssen. Sobald eines der Tiere entweder den Kopf (Emu) oder ein Vorderbein (Känguru) durch den Zaun gesteckt haben, können sie sich nicht mehr befreien. Das liegt nicht daran, daß die Tiere in den Maschen hängenbleiben. Der Grund ist ein ganz anderer: Beide haben keinen Rückwärtsgang. Es ist ihnen einfach nicht möglich, einen Schritt rückwärts zu machen. Das liegt offensichtlich an ihrem Körperbau und ihren speziellen Gelenkmechanismen.
Im Wappen von Australien sind genau diese beiden Tiere enthalten. Sie wurden bewusst gewählt, weil sie typisch australisch sind und eben nicht rückwärts laufen können – sie symbolisieren also Fortschritt und das Vorwärtsschreiten der Nation.
Australier und Camping
Australier sind ganz allgemein große Outdoor-Fans. Gefühlt hat jeder Australier ein 4WD-Fahrzeug mit Dachzelt oder aber sie ziehen einen geländegängigen Wohnwagen hinter sich her. Wohnmobile werden meist von den Touristen gefahren, seltener von Australiern.
Wenn Aussies ein Wohnmobil besitzen, dann hat dieses vorne eine riesige massive Stoßstange. Eine Kollision mit einem Känguru würde ohne solch eine Stoßstange zu einem gehörigen Schaden führen und das Fahrzeug wäre vermutlich fahruntüchtig.
Auch ein Slide-Out zur Innenraumvergrößerung ist bei vielen Wohnmobilen ein Muss.
Viele Wohnanhänger sind martialisch anmutende Gefährte. Entweder ganz flache Anhänger, die dann zu einem Zeltaufbau ausgeklappt werden. Wir kennen das von den Holländern in den 80-er Jahren – aber die hiesigen Anhänger sind im Fahrtzustand unendlich geländegängig.
Die andere Variante sind Wohnanhänger, die ein einziehbares Dach haben und dadurch relativ niedrig sind, oder aber der ganz normale Wohnwagenaufbau wie wir ihn in Europa kennen.
Allen gemeinsam aber ist, daß Camping hier aufgrund der fehlenden Niederschläge meist im Freien stattfindet.
Fast alle Hänger haben eine Markise, die nach Ankunft sofort ausgefahren wird. Der Vorzeltteppich wird ebenfalls gleich ausgerollt. Dazu kommen dann noch Planen vorne oder an den Seiten, um den schattigen Sitzplatz auch gegen Wind zu schützen. Zum Kochen wird aus der Außenwand ein langer Auszug mit der Küche herausgezogen. Grill, Kocher und Waschbecken sind dann bereit.
Auch auf der Deichsel befinden sich noch diverse Kästen mit Auszügen für alles Mögliche – meist elektrische Kühl- oder Gefrierboxen. Alles ist sehr gut zugänglich und man geht nur zum Schlafen nach innen. Die vielen An- und Aufbauten haben auch ihr Gewicht. Auf die Frage an den Besitzer des Anhängers aus dem nächsten Foto, wie hoch die Stützlast auf der Anhängekupplung sein darf: „Ich glaube 300 kg oder so, ich weiß es nicht genau, bin aber wahrscheinlich darüber“.
Der obere schwarze Rahmen lässt sich nach Entfernen der vielen Kisten hochkippen, darunter dann der Zeltaufbau des Hängers aufklappen. Man sieht den Gasdruckdämpfer und das Scharnier.
Daneben gibt es natürlich die volle Palette an Fahrzeugen.
Wohnwägen für das Outback sind natürlich technisch entsprechend ausgefeilt. Einzelradaufhängung, doppelte Stoßdämpfer, evtl. zusätzlich noch die Luftfederung. Da ich nicht unter die Wohnwägen kriechen wollte, habe ich einige Screenshots aus Magazinen bzw. Webseiten gezogen.
Von der Herstellerseite habe ich dieses Video verlinkt. Es ist leider nur in Englischer Sprache verfügbar, aber die Bilder sagen bereits alles.
Der „echte“ Camper scheint auch immer einen Akku-Laubbläser zur Hand zu haben. Damit kann das Laub oder der Staub von den Markisen und vom obligatorischen Vorzeltteppich geblasen werden. Und Staub ist ein permanenter Begleiter auf Reisen. Bei einem anderen sah ich auf dem Dach des Zugfahrzeuges sogar einen Hochentaster.
Die Könige des Campings jedoch scheinen die Fahrer der 4WD-Fahrzeuge für das Outback zu sein. Man wählt gezielt Strecken und Routen, die nicht von Normalfahrzeugen befahren werden dürfen. Hier geht es dem Australier vor allem darum, gewisse Strecken bewältigt zu haben – inkl. Flußdurchfahrten – und man möchte im echten Outback gewesen sein. Und das sind nun mal keine asphaltierten Straßen. Diese Fahrzeuge haben dann auf dem Dach das Klappzelt, auf der Ladefläche einen großen Containeraufbau, in dem sich die Küchenutensilien zum Herausziehen befinden, und alles was man sonst noch so braucht. Die nächsten beiden Bilder habe ich der Webseite von „Redsands“ entnommen
Eine gewisse Pflichtausstattung für Fahrten ins Outback ist mittlerweile auch vorgeschrieben (zumindest in Western Australia): mindestens 2 Stück Reserveräder, 2 Wagenheber, Seilwinde, Sandbleche, Notfallsender (ähnlich EBIRP der Wassersportler), Wasservorräte an die Strecke angepasst etc.
Fast alle der 4WD Fahrzeuge haben vorne am Fahrzeug an der hochgezogenen Stoßstange 1 bis 3 Antennen und im Fahrzeug leistungsstarke Funkgeräte installiert. Damit sind sie in der Lage bei Notfällen evtl. in der Nähe befindliche Fahrzeuge anzufunken – ein Revival des alten CB-Funks. Die Geräte funken im 27MHz-Bereich oder auf UHF-Kanälen. Wenn das alles nichts hilft, muss der Notfallsender aktiviert werden. Auch wenn es in Australien das Gegenstück zum ADAC (RAC = Royal Automobile Club) gibt – die kommen nicht ins Outback zur Pannenhilfe. Diese Art des Campings ist natürlich in Europa nicht denkbar und kann in Australien nur aufgrund des extrem trockenen Wetters durchgeführt werden.
Fahrzeuge
Die in Australien gefahrenen 4WD Fahrzeuge erscheinen uns Europäern riesig – sind sie auch. Ein VW Amarok (mehrfach gesehen) erscheint im Vergleich dazu eher klein. Der Cadillac Escalade hat z.B. eine Höhe von 195cm – also wie ein VW-Bus. Normale PKWs sieht man fast nur in den Städten.
Floodway
Unterwegs sahen wir immer wieder Warn / Hinweisschilder die uns sehr gewundert haben. Man fährt durch eine riesige Ebene in der Wüste oder Trockensteppe und auf einmal erscheint ein Schild „Floodway“ am Straßenrand. kurz darauf geht es etwas in eine Mulde hinab und wieder heraus. An der tiefsten Stelle gibt es dann einen Messstab, an dem man die Wassertiefe ablesen kann. Auf der einen Seite wäre es schon mal interessant gewesen, die ganze Ebene unter Wasser zu sehen, andererseits blieb uns das auch wieder erspart. Wir kennen Fälle, wo Reisende mehrere Tage abwarten mussten, bevor eine Weiterfahrt möglich war. Wenn es in diesen Regionen mal regnet, muss es ganz schön abgehen. Da die Flächen oftmals über Quadratkilometer total eben sind, fließt das Wasser dann auch nicht so leicht ab. Es gibt Schilderungen, in denen beschrieben wird, es wäre so als wenn das Wasser aus dem Boden steigen würde.
Telefonieren im Outback
Auf den Highways im Outback fährt man Hunderte von Kilometern durch unbesiedeltes und völlig unerschlossenes Gebiet. Nur die Roadhouses alle 150 bis 250 km bieten hier Abwechslung. An diesen Roadhouses kann man tanken, etwas essen oder aber auch übernachten. Auch Handyempfang und / oder Wifi sind verfügbar. Der Empfangsbereich um die Roadhouses betrug bei unserem Provider allerdings nur ca. 5 – 10 km. Danach ist man dann wieder ohne den Luxus, Google Maps zu benutzen oder Nachrichten zu verschicken. Wir selber hätten in Notfällen über Satellit Hilfe holen können, da die neuen i-Phones diese Funktionalität bieten.
Was uns jedoch auffiel, war die Tatsache, daß andere Leute an Orten telefonierten, an denen unsere Handys keinerlei Empfang (ausgenommen Notfall Satelliten Modus) hatten. Wir erfuhren in Gesprächen, dass die australischen Netzprovider einen ungeheuerlichen Machtkampf austragen. Man erlaubt dem Mitbewerber nicht, die gegenseitige Nutzung der Infrastruktur. Das wird dann auf dem Rücken der Kunden ausgetragen. Unser Provider war z.B. extrem schwach entlang des Stuart Highways in der Mitte von Australien, besseres Netz konnte er dann jedoch entlang der Nord- und Westküste bieten. Auch im gesamten Südwesten gab es meistens Empfang.
Ein deutscher Urlauber, mit dem wir uns unterhielten, hatte einen Australienzusatz bei der Telekom gebucht und konnte fast immer und überall telefonieren. Offensichtlich hat die Telekom Roamingverträge mit den größten australischen Netzanbietern und der Kunde hatte somit die beste Abdeckung, immer bei dem jeweils passenden Provider. Wir blieben da außen vor. Wen wundert es, wenn gefühlt jeder 3-te Camper ein Kunde von Elon Musk und seinem Starlink-System ist.
An manchen abgelegenen Orten gab es diese Gebilde, welche das Telefonieren mit dem Handy ermöglichen sollten. Wir bekamen bei Versuchen tatsächlich einmal einen Balken. Aber wenn man beim falschen Provider ist, hilft das leider gar nichts.
Im Outback sieht man dann solche Hinweise auf Nottelefone. Da sollte man besser nicht von einer Schlange gebissen werden
Kurioses 2
Aufgefallen sind uns auch die oft fantasievollen Namen.
Man findet zumBeispiel:
Lake Disappointment, Lake Misery, Lost Lake, einen Ort Useless Loop mit der dazugehörigen Zufahrtsstrasse Useless Loop Road (120km Staubpiste),
Mount Nameless, Poverty Lane und viele viele andere.
So richtig positiv klingt eigentlich keiner der Namen.
Blue Tree Projekt
Ab und an sieht man entlang der Straße im Outback oder auch in Ortschaften tote Bäume die bis zu einer Höhe von ca. 3 m leuchtend blau gestrichen sind. Irgend wann befragte ich dann das Internet (als wir mal wieder Netz hatten) über die Bedeutung:
Ergebnis: hinter den blau gestrichenen Bäumen in Australien steckt eine landesweit bekannte gemeinnützige Aktion namens Blue Tree Project. https://bluetreeproject.com.au/
Was steckt dahinter?
Die blau bemalten Bäume sind Symbole für psychische Gesundheit und sollen Menschen dazu ermutigen, offen über mentale Probleme zu sprechen. Das Motto lautet: „It’s OK to not be OK.“
Das Projekt begann in Westaustralien.
Der Ursprung liegt bei Jayden Whyte, einem jungen Mann, der 2018 durch Suizid verstarb. Jahre zuvor hatte er mit einem Freund aus Spaß einen toten Baum blau gestrichen. Nach seinem Tod griff seine Schwester Kendall Whyte dieses Bild auf und machte daraus ein Symbol, um Gespräche über mentale Gesundheit anzustoßen. Daraus entstand 2019 offiziell das Blue Tree Project.
Blau wurde gewählt, weil es in der Landschaft besonders auffällt. Die Farbe symbolisiert Aufmerksamkeit. Menschen sollen nicht „vorbeischauen“, sondern innehalten und darüber reden, wie es ihnen geht. Jeder Baum soll eine Erinnerung sein, auf andere achtzugeben. Mittlerweile gibt es weit über 1.500 registrierte blaue Bäume weltweit, aber die meisten stehen in Australien – besonders in Westaustralien. Laut Webseite befindet sich auch ein Baum in Köln und ein anderer in Raubling. Bei uns werden natürlich keine toten Bäume stehengelassen. Deshalb nehme ich an, dass die Bäume nicht mehr existieren.
Kugelkrabben
Am Strand von Broome haben wir bei unseren Strandspaziergängen eigenartige Muster auf dem nassen Sand gesehen. Die Muster bestanden aus kreisrunden Sandkügelchen, die um ein kleines Loch im Boden lagen. In dem Loch befand sich eine kleine schnelle und schreckhafte Krabbe. Es handelt sich um Kugelkrabben oder „Sand Bubbler Crabs“. Bei Ebbe kommen sie aus ihren kleinen Höhlen im Sand. Ihre Nahrung besteht aus kleinstem organischen Material. Zum Fressen nehmen sie Sand in ihre Mundwerkzeuge, ‚filtern‘ die Nahrung heraus und spucken den ‚gereinigten‘ Sand wieder aus – in Form von perfekt runden kleinen Kügelchen. Diese Kügelchen legen sie in kunstvollen Mustern rund um ihre Wohnhöhle ab. Bei Flut zieht sich die Krabbe in ihr Loch zurück und die Kunstwerke werden zerstört. Bei der nächsten Ebbe beginnt dann alles wieder von vorne.
Urige Boote
Ebenfalls in Broome standen wir auf dem Parkplatz einer „Boatlaunch“, also einer Rampe auf der man mit dem Bootsanhänger und Schiff ins Wasser fährt und damit das Boot wassern oder anlanden kann. Auf einmal kam ein Schlauchboot mit relativ hoher Geschwindigkeit auf die Rampe zugefahren. Ich erwartete, daß er gleich mit dem Rumpf aufsetzen würde – aber weit gefehlt. Plötzlich hob sich der Bug aus dem Wasser und fuhr mit einem klappbaren Bugrad auf die Rampe. Dann kamen auch die beiden Hinterräder zum Vorschein. Diese Räder waren angetrieben und das Boot fuhr auf drei Rädern auf den Parkplatz. Selbst auf einen bereitgestellten Bootsanhänger fuhr es über eine kleine Rampe selbständig hinauf. Der Rumpf glitt zuletzt auf Rollen des Anhängers. Hier noch der Link zu einem Hersteller solcher Boote.
Emu-Krieg
Beim Stöbern im Internet zum Thema Emus und deren Lebensweisen stieß ich auf einen interessanten Artikel.
Im Herbst 1932 zogen rund 20.000 Emus nach der Brutzeit nach Südwesten in landwirtschaftliche Regionen, wo sie die Felder der Farmer verwüsteten und die Zäune beschädigten.
Die Farmer baten die Regierung um Hilfe. Verteidigungsminister George Pearce schickte Soldaten mit Maschinengewehren in das „Krisengebiet“. Ziel war es, die Emu-Population einzudämmen und die Ernten zu schützen.
Bewaffnet mit Maschinengewehren feuerten mehrere hundert Soldaten zig-tausende von Schüssen ab, doch die Emus erwiesen sich als flink, anpassungsfähig und schwer zu treffen – zumal man in den Feldern nur ihre Hälse und Köpfe sehen konnte. Statt einer „Schlacht“ gab es chaotische Szenen: Emus liefen in kleinen Gruppen auseinander, tauchten wieder auf und setzten ihre Wanderung fort.
Nach mehreren Wochen musste das Militär den Einsatz abbrechen. Nur wenige hundert Emus wurden tatsächlich getötet – weit weniger als geplant. Die Aktion wurde als Fiasko und Blamage wahrgenommen. Presse und Parlament spotteten über den „Krieg gegen Vögel“.
Der „Emu-Krieg“ gilt heute als Kuriosum der Militärgeschichte und wird oft als Beispiel für die Grenzen technischer Lösungen im Umgang mit Naturproblemen genannt.
Statt militärischer Mittel setzte man später auf Zäune und Jagdprogramme, um die Emu-Population von den Feldern fernzuhalten. Das funktioniert bis heute.
Nachhaltige Eingriffe in die Natur
Daß die Australier schon ein besonderes Händchen hatten, mit Eingriffen in die Natur eher ein Chaos anzurichten, läßt sich an vielen Beispielen belegen.
Im 19-ten Jahrhundert wurden zur Jagd und auch als Nahrung Kaninchen (Oryctolagus cuniculus) aus Europa eingeführt. Die lieben Tierchen haben bis zu 7 Würfe pro Jahr und bis zu 12 Junge pro Wurf. Man kann sie heute nicht mehr ausrotten. Die Folgen: Überweidung, Bodenerosion, Konkurrenz für einheimische Pflanzenfresser. Das führt zu landwirtschaftlichen Verlusten in Milliardenhöhe.
Ebenfalls aus Europa wurde von britischen Siedlern der Rotfuchs (Vulpes vulpes) bereits ca. 1870 für die Fuchsjagd eingeführt. Dieser ist heute für das Aussterben kleiner Säugetiere und Vögel verantwortlich. Leider rottet er nicht die Kaninchen aus. Es gibt viel einfachere Beute für ihn, als einem Kaninchen hinterherzujagen.
Im 18. Jh. wurden Katzen (Felis catus) von europäischen Siedlern eingeführt, von denen viele sehr schnell verwilderten. Sie jagen kleine Säugetiere, Reptilien und Vögel; gelten wie der Fuchs als Hauptursache für das Aussterben zahlreicher Arten.
Ca. 1840 wurden aus dem Nahen Osten Kamele eingeführt. Sie dienten damals als Transportmittel im Outback. Mit der Einführung von Eisenbahnen und motorisierten Fahrzeugen (ab 1900) wurden Kamele zunehmend überflüssig. Nachdem sie nicht mehr benötigt wurden, hat man sie einfach im frühen 20. Jahrhundert in die Natur entlassen. Dadurch entstand in Australien die weltweit größte Population wildlebender Kamele. Das führte dazu, daß es heute Hunderttausende wilde Kamele gibt, die Wasserstellen zerstören, Vegetation fressen und mit dem Vieh konkurrieren.
Und man lernt scheinbar nicht aus den Fehlern. Erst 1935 wurde eine Kröte eingeführt, weil die Zuckerrohrindustrie in Queensland stark unter Käferlarven litt, die die Wurzeln der Pflanzen zerstörten. Es handelt sich hierbei um die Aga-Kröte (Rhinella marina) oder auch „Cane Toad“. Sie wurde aus Hawaii importiert und freigesetzt, um diese Käfer biologisch zu kontrollieren. Man ging davon aus, daß die Kröten die Käferlarven direkt in den Feldern fressen würden. Dadurch sollte der Einsatz von chemischen Pestiziden reduziert und die Ernte geschützt werden.
Die Kröten fraßen jedoch kaum Larven der Zuckerrohrkäfer, da diese tief im Boden lebten und für die Kröten schwer erreichbar waren. Statt dessen vermehrten sich die Kröten rasant, da sie keine natürlichen Feinde hatten. Sie fraßen eine Vielzahl anderer Insekten und Kleintiere, aber nicht die eigentlichen Zielschädlinge.
Heute sind Cane Toads selbst eine invasive Plage. Ihr Gift tötet selbst einheimische Raubtiere wie Krokodile, Warane, Schlangen und Dingos, die versuchen sie zu fressen. Sie haben sich über weite Teile Nordaustraliens ausgebreitet und gelten als eine der größten ökologischen Fehlentscheidungen Australiens.
Die Bevölkerung wird über große Informationstafeln auf die Gefahren aufmerksam gemacht. Dort findet man auch Informationen, wie man mit einer solchen Kröte umgehen sollte. Keinesfalls ungeschützt berühren, Plastikbeutel zum anfassen verwenden, durch Kälte (Gefrierschrank) etc. töten. Besonders wird auch davor gewarnt, die Kröte unbeabsichtigt zu transportieren – sozusagen Mitnahme per Anhalter im Campinggepäck oder in Hohlräumen von LKWs etc.
Auf dem Plakat heisst es unter anderem:
Achtung vor blinden Passagieren!
Es ist wichtig, daß jeder diese exotischen Schädlinge erkennen kann, um zu verhindern, daß sie unbeabsichtigt in Gebiete vor der aktuellen Ausbreitungsgrenze transportiert werden. Häufige Ausrüstungsgegenstände, in denen sich Aga-Kröten verstecken, sind Campingausrüstung, Schlafsäcke und Taschen, die über Nacht auf dem Boden liegen. Aga-Kröten suchen nach kühlen, feuchten Orten zum Verstecken.
Mittlerweile gibt es sogar Versuche, wilde Krokodile so zu trainieren, daß diese die Kröten nicht fressen.
Campkitchen
Viele Australier bereisen ihr Land auf sehr einfache Art und Weise. Sie haben dann keine großartige Küchenausrüstung dabei oder sie wollen die eigene Küche sauber halten. Man verlässt sich darauf, daß der Campingplatz alles bereitstellt – und so ist es meist der Fall.
Es gibt neben gasbetriebenen Grills auch Mikrowelle, elektrische Wasserkocher, Herdplatten (Gas oder elektrisch), große Spülbecken und auch (teils videoüberwachte) Kühl- und Gefrierschränke. Je nach Qualität des Campingplatzes befindet sich die Ausstattung in einem geschlossenen oder auch nur überdachten Raum. Die Grills haben kein Gitter, sondern eine von unten mit Gas beheizte Edelstahlplatte.
Teils sind dann auch noch Aufenthaltsräume mit Sitzgruppen, Tischtennis, Billard und Großbild Fernseher vorhanden. Wir haben die Campkitchens nur zum Grillen oder Spülen benutzt. Der Vorteil solcher Campkitchens – man kommt in Kontakt mit anderen Campern und es gibt kein Bratgeruch im eigenen Fahrzeug.
Viele Ortschaften in Australien haben schöne Grünanlagen mit oft überdachten Sitzplätzen, auch hier gibt es immer die obligatorischen Gasgrills. Jeder der mit Grillen fertig ist, reinigt die Platte so gut es geht, damit der Nachfolger sofort weitergrillen kann. Das notwendige Reinigungswerkzeug (Spachtel und Stahlwolle) liegt meist auch parat. Außerdem kommen Mitarbeiter der Gemeinde oder des Campingplatzes und geben den Grills eine Vollreinigung
Saturday – Pancakeday
Auf manchen Campingplätzen gibt es an Samstagen in den Campkitchens Pfannenkuchen vom Anhänger gegen eine kleine Spende. Wen wundert es, wenn die Schlangen der Anstehenden recht lang sind.
TÜV?
Im wohlgeordneten Deutschland oder auch dem restlichen Europa ist man überzeugt, daß man Fahrzeuge regelmäßig von Staates wegen auf technische Sicherheit überprüfen muss. Also eine TÜV Prüfung – alle 2 Jahre oder sogar jedes Jahr.
In Australien ist das etwas anders.
Eine Art „TÜV“ existiert zwar in Australien, aber nicht zentral und nicht standardisiert für das ganze Land. Stattdessen gibt es regionale bzw. bundesstaatliche Vorschriften und Prüfpflichten, die je nach Bundesstaat variieren.
Neben einigen vorgeschriebenen Checks ist jeder für den technischen Zustand und die Fahrbereitschaft seines Fahrzeuges eigenverantwortlich.
So gibt es Regelungen wie z.B.:
Check nach 5 und 10 Jahren, beim Verkauf/Kauf eines Gebrauchtfahrzeuges, beim Import aus einem anderen Staat, wenn Mängel auffallen (defect Notice wurde ausgestellt), nach Umbauten des Fahrzeugs.
Erstaunlich für uns war in jedem Fall, dass wir auf den Straßen praktisch keine „Rostlauben“ zu sehen bekamen, außer im Outback die wenigen Fahrzeuge der Aborigines. Denen fehlten zum Teil Fensterscheiben. Der Kofferraumdeckel oder die Motorhaube waren mit Schnur zugebunden, auf dem Dach viel Gepäck ebenfalls mit Bindfaden gesichert. Sie fuhren in Kleinwägen mit bis zu 9 – 10 Personen, Gurte? Fehlanzeige!
Aber das kam wirklich äußerst selten vor und wir vermuten, dass diese Rostlauben hauptsächlich in den Communities der Aborigines im Outback gefahren werden – und nur für einen Abstecher ins Roadhouse zum Tanken fuhren. Und wo kein Kläger……
Im Übrigen ist für Fahrzeuge nur eine „Compulsory Third Party Insurance (CTP)“ gesetzlich vorgeschrieben. Sie deckt nur Personenschäden des Unfallgegners ab. Schäden an anderen Fahrzeugen oder gar anderen Besitztümern sind darin nicht versichert. Eine solche Versicherung ist rein freiwillig. Für Mieter eines Fahrzeugs empfiehlt es sich also, eine entsprechende eigene Versicherung abzuschließen.
Haialarmierung - wie funktioniert das?
Nun nochmals zurück zu den Gefahren Australiens, nämlich den Haien. An einigen sehr schönen Badebuchten auf unserer letzten Etappe sahen wir weit vom Strand entfernt gelbe Bojen (Shark detection Buoy – Hai-Erkennungs-Bojen). Dazu gab es an Land Masten mit großen Sirenen, Lautsprechern und Blitzlichtern. Entlang des Strandes gab es Warnhinweise, dass bei Ertönen der Sirenen oder Aufblitzen der Leuchten das Wasser sofort zu verlassen sei.
Die Alarmierung funktioniert folgendermaßen:
- Haisichtungen am Strand sollten gemeldet werden
- Helikopter patrouillieren entlang der Küste und halten nach Haien Ausschau.
- Haie werden gefangen und dann mit implantierbaren Tags versehen. Diese Tags geben Signale von sich, die wiederum von den Bojen detektiert werden. Dies führt dann zur Alarmierung der Badegäste und der Behörden.
An den Haien werden zusätzliche PAT-Tags an der Finne angebracht. Diese speichern Informationen des Hais (Tiefe, Temperatur, grobe Koordinaten) um mehr über die Bewegungen der Haie zu erfahren. Diese Tags lösen sich nach einer programmierten Zeit von 10 – 12 Monaten vom Hai, schwimmen an die Oberfläche und senden die bis dahin gesammelten Daten an eine Zentrale.
Genaueres kann man im Youtube Video sehen: White Shark Tagging Program
Dazu gibt es auch eine App, mit deren Hilfe man die letzten Haisichtungen auf einer Landkarte ansehen kann. Danach kann man selbst entscheiden, ob man schwimmen gehen möchte oder lieber doch nicht.
Restaurantbesuche
Praktisch an sehr vielen Restaurants fanden wir die Art und Weise, wie man bestellt bzw. wie das Essen geliefert wird. Man geht an die Theke und bestellt dort das Essen. Bezahlt wird sofort. Man bekommt eine Quittung und einen kleinen Ständer mit einer Nummer. Das Essen wird dann aufgrund der Nummer an den entsprechenden Tisch gebracht. Getränke werden ebenfalls an der Theke bezahlt und können gleich mitgenommen werden. Jetzt braucht man nur noch zu genießen und kann, wann immer man möchte, das Lokal verlassen, ohne auf einen Kellner warten zu müssen. Trinkgeld wird hier im Normalfall keines gegeben. Wer möchte, kann aber bei der Bezahlung eines addieren. Wir empfanden diese Methode sehr angenehm.
Buschfeuer
Als wir vom Norden kommend nach Westen fuhren, mussten wir großflächige Buschfeuer durchqueren. Wir hatten da etwas Bedenken, ob die Straße evtl. gesperrt sein könnte, aber das nimmt man in Australien ganz gelassen. Etwas Rauch in der Luft, rechts und links der Straße brannte noch das Unterholz, aber es gab keinerlei Einschränkungen.
Je weiter wir an der Westküste nach Süden fuhren, häuften sich große Leuchttafeln mit der Aufschrift „Are you Bushfire ready?“
Was soll man jetzt damit anfangen? Es stellte sich heraus, daß speziell von Bewohnern im Outback oder anderweitig abgelegen Orten erwartet wird, Feuerschneisen um die Häuser anzulegen, so dass sich kein Feuer nähren und nähern kann.
Traditionell ist es bei den Aboriginees üblich, zur Vermeidung großflächiger Buschfeuer zu bestimmten Jahreszeiten im Outback Feuer zu legen. Das trockene Gras am Boden brennt ab, den größeren Büschen oder Bäumen macht das nichts. Falls es zu heiß wird, werden zwar die Blätter versengt, aber die treiben beim nächsten Regen wieder aus – genauso wie das neue Gras. Wir konnten immer wieder sehen, daß auf verbrannten Flächen wunderbar grünes Gras wuchs.
Heute ist diese Methode Teil der Landschaftspflege. Dafür findet man dann auch spezielle Hinweisschilder.
Etwas irritiert hat uns dann aber eine in einem Roadhouse ausgelegte 6-seitige Broschüre. Darin geht es um das Reisen im Land während der Buschfeuer Saison. Es wird beschrieben, welche Dinge man mitführen soll, was zu beachten ist, woran man die Gefahren erkennt.
Aber jetzt die Übersetzung der interessantesten Seite.
Falls man vom Feuer eingeschlossen wird:
Was tun, wenn du beim Autofahren auf ein Buschfeuer triffst
- Wenn du Rauch oder Flammen siehst, verlasse das Gebiet sofort, indem du vom Feuer wegfährst.
- Wenn viel Rauch vorhanden ist, fahre langsamer und sei besonders aufmerksam. Es könnten Menschen, Fahrzeuge oder Tiere auf der Straße sein.
- Schalte das Abblendlicht ein, schließe alle Fenster und stelle die Klimaanlage auf Umluft.
- Wenn du keine klare Sicht hast, vergewissere dich, dass du nicht in der Feuerlinie bist, und halte am Straßenrand an.
- Lass das Licht und die Warnblinkanlage eingeschaltet und warte, bis sich der Rauch verzogen hat.
Wenn du von einem Feuer eingeschlossen wirst:
- Parke in einem Bereich mit wenig oder keiner Vegetation, abseits der Straße.
- Richte das Auto in Fluchtrichtung aus.
- Schalte das Licht und die Warnblinkanlage ein, um das Fahrzeug möglichst sichtbar zu machen.
- Schließe alle Fenster, Türen und Lüftungen fest.
- Lass den Motor laufen und stelle die Klimaanlage auf Umluft.
- Rufe 000 an (Notrufnummer in Australien).
- Lege dich in den Fußraum und decke dich mit trockenen Wolldecken zu.
- Trinke Wasser, um einer Dehydrierung vorzubeugen.
- Bleibe im Auto, bis die Feuerfront vorbeigezogen und die Außentemperatur gesunken ist.
- Verlasse das Auto vorsichtig, sobald die Feuerfront vorbei ist und es draußen kühler geworden ist.
Wichtig:
Das Verbleiben im Fahrzeug ist sehr gefährlich und bietet nur eine geringfügig höhere Überlebenschance als das Verbleiben im Freien. Es ist höchst unwahrscheinlich, daß man überlebt – außer bei günstigen Bedingungen.
Das ist doch gut zu wissen – und so ermutigend.
Roadtrains
Wir hatten aufgrund einiger Erzählungen ein gewisses Mass an Respekt vor den berüchtigten Roadtrains, also den endlos langen LKWs mit Anhängern.
Hier in Europa kennen wir die Sattelauflieger oder aber auch Gliederzüge. Diese sind max. 18,75m lang. Seit 2017 gibt es vereinzelt die Gigaliner mit einer Länge von 25,25 m, allerdings nur auf speziell freigegebenen Strecken. Man sieht sie also meist nicht. Das maximale Gewicht dieser Monster beträgt i.d.R. 40 (44)t
In Australien dürfen LKWs wesentlich länger sein, allerdings ist der Verkehr auch viel weniger dicht. Sogenannte B-Doubles sind bis ca. 25-26 m lang, Double Road Trains bis 36,5 m, Triple Road Trains bis 53,5 m. In sehr abgelegenen Gebieten sind Fahrzeuge bis 60 m erlaubt, bei Testfahrten sogar deutlich mehr.
Bemerkenswert ist das zugelassene Gewicht mit 130 – 200 Tonnen.
.Aufgrund der Tatsache, daß die Straßen sehr wenig befahren sind und wir immer mit „nur“ ca. 100km/h fuhren, war das kein Problem. Die Roadtrains haben uns dann mit ein paar km/h mehr überholt, das dauerte etwas länger, aber es gab ja fast keinen Gegenverkehr.
Ich hoffe, das war nicht zu langatmig und ihr fandet die eine oder andere Information interessant.
6 Antworten
Ihr habt es wirklich rundum gut gemacht und euer Erleben toll und nachvollziehbar beschrieben.
Nochmals danke!
Hallo Ihr Lieben,
Ihr habt Euch wieder sebst übertroffen. Eine sehr interesante Zusammenstellung.
Ich habe das Gefühl, bald selbst in Australien gewesen zu sein.
Ja, warum keinen Reiseführer raus machen?
Herzlichen Dank
Was auffiel: Mittlerweile gibt es sogar Versuche, wilde Krokodile so zu trainieren, daß diese die Kröten nicht (?) fressen.
Wir meiden wohl beide!
Viele Grüße
Horst und Deb
Ich habe alles mit großem Interesse verfolgt. Toll, dass ihr so eine lange Reise noch macht.
Vielen Dank für die vielseitigen Berichte.
Irmgard
Überhaupt nicht langatmig! Tolle Informationen und Links dazu.
Ich habe schonmal überlegt, wie ich mit so einem Brüder-Trailer an der niederländischen Küste ankommen könnte. 😉
sehr interessante Informationen, und unterhaltsam mit Bildern angereichert.
Tolle Insider-Informationen. Ihr solltet einen Reiseführer schreiben.